Leon hat geschrieben: ↑13. Feb 2026, 21:01
Thomas Mann hat den ersten richtig guten deutschen Gesellschaftsroman in deutscher Sprache geschrieben.
https://de.wikipedia.org/wiki/Buddenbrooks
Zum Glück sind wir aus diesem Zeitalter raus. Nun kann fast jeder schreiben was er will ohne von Weltgeltung in Bezug auf deutsche Sprache zu sein.
Nach Thomas Mann gab und gibt es Dutzende Schriftsteller die so gut waren wie Thomas Mann. Nur ohne Behauptung.
Mit dem Literatur Nobelpreis hat es historisch eine eigene Bewandnis, da die Vergabe Kriterien zum Teil mehr als fragwürdig waren und sind. Das hat schon auf das groteskeste mit der Vergabe des ersten Literaturnobelpreises begonnen, zur engsten Auswahl gehörten der nichts sagende Salon Schwätzer Sully Preudhomme, und der literarische Titan Lew Tolstoi, bekommen hat ihn Preudhomme, eine unfassbare Fehlentscheidung irgendwelcher literarisch vollkommen ahnungslosen Großbürger Pfeffersäcke Juroren. Und so ist es bis zum heutigen Tag weiter gegangen. Die Anzahl an Schriftstellern in der Bürgewelt unbequem, welche ihn verdient gehabt hätten und nicht bekommen haben ist groß. Umberto Eco hätte ihn hundert mal verdient gehabt, er war den Pfaffen unbequem, Henry Miller ein großartiger Schriftsteller, aber ein Bürgerschreck, Blaise Cendrars, Jean Giono, Lois Ferdinand Celine, Joseph Roth Heinrich Mann Panait Istrati der zweite Tolstoi Alexej weil er Kommunist war, ebenfalls Ilja Ehrenburg usw. usw.
Thomas Mann passt da genau ins Bild, ein dreister abgehobener Parvenü und großer Selbst Darsteller mit einer kaum verhohlenen Adels Sehnsucht, ein blasierter Salon Schwätzer wie Sully Preudhomme, wenn auch auf höherem Niveau, aus dem Holz sind Literatur Nobelpreisträger wie sie sich die großbürgerliche Pfeffersäcke Welt wünscht
